Sonntagsgruß zum 29. Dezember 2024

[27.12.2024]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lukas 1,10-11).

Am 3.Weihnachtsfeiertag klingt sie noch in mir, die Botschaft des Engels auf den Feldern von Bethlehem. Diese Freude, die Gott uns schenkt, will ich mitnehmen, nicht nur in diese ruhigeren Tage zwischen den Jahren, sondern auch in meinen Alltag.

Der Sonntagsgruß bedenkt im Blick auf die Sterndeuter aus dem Morgenland die Weisheit des Ungehorsams.

Herzlich laden wir euch ein zu unseren nächten Gottesdiensten:

  • Sonntag, 29. Dezember, 09.30 Uhr Frühstücksgottesdienst im Gemeindesaal – bitte mit Anmeldung per Mail (evang.hallein@sbg.at) oder Telefon 0699/18877599): gemeinsam gemütlich am Tisch sitzen, singen, beten, über die Bibel ins Gespräch kommen – und frühstücken!
  • Dienstag, 31. Dezember, 16.00 Uhr (!) Abendmahlsgottesdienst am Silvesterabend
  • Mittwoch, 1. Jänner 2025, 18.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst zum Neuen Jahr

Auch dieses Weihnachtslied will uns begleiten (EG 44):
„O du fröhliche, o du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!“

Von weihnachtlicher Freude erfüllt geht in die letzten Tage dieses Jahres!
Euch ein feines Wochenende und dann einen guten Start in ein neues, gesundes, zufriedenes und gesegnetes Jahr 2025!

Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel


Sonntagsgruß für den 1. Sonntag nach dem Christfest

Von der Weisheit des Ungehorsams (Matthäus 2,1-23)

Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Warum waren die Weisen aus dem Morgenland eigentlich so weise? Meistens denken wir natürlich daran, dass sie Sterndeuter waren: „Magier“ sagt der griechische Text des Matthäusevangeliums, und das war ursprünglich die Bezeichnung für Angehörige der persischen Priesterschaft. „Aus dem Osten“ lässt Matthäus die genaue Herkunft offen, Gebildete also in einer Zeit, als Astronomie und Astrologie noch dicht beisammen waren. Ihre Weisheit lässt sie den Stern, den sie aufgehen gesehen haben, richtig deuten, auch wenn sie den neugeborenen König der Juden zunächst am falschen Ort suchen – verständlicherweise: im Palast in Jerusalem. Aber am Ende, als sie in Bethlehem ankommen, tun diese gebildeten Heiden das, was der Begegnung mit dem Christus entspricht: Sie fallen vor ihm nieder, so wie die Jünger am Ende des Evangeliums vor dem Auferstandenen niederfallen werden. Wer verstanden hat, mit wem er es da zu tun hat, kann nicht anders, als alles andere diesem Christus unterzuordnen.

Mir imponieren die Weisen aber noch aus einem anderen Grund (und der ist vielleicht die Folge davon, dass sie das verstanden haben): Sie sind einfach ungehorsam und ignorieren den Wunsch des Herodes zu erfahren, wo das Kind zur Welt gekommen ist. Sie widersetzen sich der Logik der Gewalt.

Vor kurzem habe ich von einem Gespräch gelesen, das ein Jugendlicher mit seinem Großvater über seine Erfahrungen während des 2. Weltkriegs in Russland geführt hat. „Solange es nur ging, haben wir danebengeschossen“, sagte der Großvater sinngemäß, „denn die Russen hatten doch auch Frauen und Kinder daheim“.

Ja, es ist möglich, sich auch heute der Logik der Gewalt zu widersetzen. Wer meint, durch immer mehr Waffen und Krieg eine bessere Welt zu erreichen, steht auf der Seite des Herodes und nicht der Weisen.

Wer mehr über die äußerst spannende Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums erfahren möchte: Wir lesen sie am kommenden Sonntag im Frühstücksgottesdienst!

Peter Pröglhöf

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