Geschwister (4/8)

Über Interreligiöse Geschwisterlichkeit

Wenn der Koran über Christinnen und Christen spricht, dann stets in einem positiven Kontext und er betont immer wieder die Pflicht der Musliminnen und Muslime, die Rechte ihrer Geschwister zu schützen.

Warum sage ich Geschwister? Weil es im Koran steht. In Sure (Kapitel) 17, Vers 70 sagt Allah (arabisch für Gott), dass wir alle Kinder Adams sind. Nun kann man doch daraus schließen, dass wenn wir Kinder Adams sind, somit uns auch ruhig als Geschwister bezeichnen können, oder? In der Sure 29, Vers 46 steht auch im Koran, mit welchen Worten Musliminnen und Muslime ihren christlichen Bekannten begegnen sollen: „Sprecht: ‚Wir glauben an das, was zu uns herab gesandt wurde und was zu euch herab gesandt wurde (Anm.: Die Bibel, da Musliminnen und Muslime verpflichtet sind auch an die Bibel zu glauben). Unser Gott und euer Gott ist ein und derselbe. Und ihm sind wir ergeben.’“

Nicht nur der Koran gibt uns dazu klare Signale, auch der Prophet des Islam, Muhammed (Friede und Segen sei auf ihm), richtete deutliche Worte an seine Gefährtinnen und Gefährten in seiner Abschiedspredigt, kurz vor seinem Tod: „Oh ihr Menschen! Ihr habt einen einzigen Herrn! Ihr stammt von einem und gleichem Vater ab. Wisst, dass kein Araber einem Nichtaraber, und keiner von den Nichtarabern einem Araber, kein Schwarzer einem Weißen und kein Weißer einem Schwarzen überlegen ist. Die Überlegenheit wird nur durch den Gottesbezug erlangt.“

Adis Serifovic