Unser Leitbild

[2026-03-12]

Das Leitbild der Gemeinde wurde Ende Jänner 2026 in einigen Bereichen geändert zw. angepasst. Nachstehend die aktuelle Version.

Leitbild der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Hallein

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
Es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.
Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.
(1. Korintherbrief 12,4-6)

1. Darauf gründen wir uns

  • Wir gehören als evangelische Pfarrgemeinde Hallein zur Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und verstehen uns als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi.
  • Grundlage unseres Denkens und Handelns sind die Bibel Alten und Neuen Testamentes, die Bekenntnisse der Kirche und die Entscheidungen unserer Synode. Unser Leitgedanke ist dabei, was auf Jesus Christus hinführt.
  • In Taufe und Abendmahl erfahren wir auf besondere Weise Gottes Nähe, seine Vergebung und Liebe und werden verbunden zur Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern. Dazu sind alle eingeladen.

2. Das bedeutet für uns

  • Für uns gilt: Jeder Mensch ist gottgewollt, einmalig, gleichberechtigt und in seiner Würde unantastbar, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, sexueller Orientierung und Identität, ethnischer und religiöser Zugehörigkeit. Respekt und Toleranz bestimmen den Umgang miteinander.
  • Wir fühlen uns mit Menschen anderer Kirchen und Religionen verbunden und setzen uns für ein friedliches Miteinander ein. Ökumenisches und interreligiöses Handeln sind uns wichtig.
  • Wir bringen uns in öffentliche Diskussionen ein und erheben unsere Stimme für Schwache und Benachteiligte.
  • Wir treten ein für einen bewussten Umgang mit der Schöpfung und ihren Ressourcen, machen auf Missstände aufmerksam und achten auf umweltschonendes Handeln.

3. Daraus leiten wir unser Handeln ab

  • Unser Auftrag ist die Verkündigung der Frohen Botschaft. Wir tun es in zeitgemäßer und in für alle Menschen ansprechender Form. Wir versuchen, unseren Glauben auch im Alltag danach auszurichten.
  • Wir leben Diakonie: Wir sind Ansprechpartner in allen Lebensphasen und Lebensbereichen. Wir bieten Menschen in existentiellen Krisen Hilfe, Beistand und Trost. Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit.
  • Durch die Kraft des Heiligen Geistes gestärkt wollen wir eine lebendige, engagierte und offene Gemeinde sein.
  • Unser gemeinsames Leben äußert sich in vielfältigen Gottesdienstangeboten für alle Altersgruppen. Tradition und Moderne würdigen wir dabei in gleicher Weise – auch im Hinblick auf die Musik.
  • Vielfalt ist unsere Stärke: Wir setzen Schwerpunkte bei Angeboten für Kinder, Familien, Jugendliche und Senioren, in der Diakonie, der Erwachsenenbildung sowie im kulturellen Bereich.
  • Unterschiedlichste Begabungen und Talente der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten, bereichern und beleben unser Gemeindeleben.
  • Geschwisterliches Miteinander und gegenseitige Wertschätzung sind uns wichtig.
  • Transparente Entscheidungen, Kritikfähigkeit und ein auf unseren Werten basierendes Konfliktmanagement sollen Ausdruck der Achtung vor dem Nächsten sein.
  • Feste und Feiern sind ein fester Bestandteil unseres Gemeindelebens.
  • Wir wollen als werbende und wachsende Kirche in Hallein und im Bezirk Tennengau „sichtbar evangelisch“ sein.

Auf Grundlage des Leitbildes vom März 2013 einstimmig beschlossene Veränderungen von der Gemeindevertretung der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Hallein am 31. Jänner 2026.


Glossar

  • Augsburger Bekenntnis (A.B.): Für den Augsburger Reichstag 1530 verfasste Philipp Melanchthon diesen Text, der die Grundlage des evangelischen Glaubens darlegt. In Österreich und im Bereich des ehemaligen Habsburger Herrschaftsgebietes bezeichnet man die evangelisch-lutherische Kirche als „evangelisch A.B.“ – im Gegensatz zu „evangelisch H.B.“, dem Helvetischen Bekenntnis für den Zweig der Reformation, der sich in der Schweiz entwickelt hat (Ulrich Zwingli, Johannes Calvin).
  • Bekenntnisse der Kirche: Damit sind die Lehrentscheidungen der christlichen Kirche in den ersten Jahrhunderten gemeint, z.B. das Apostolische Glaubensbekenntnis, das wir in fast jedem Gottesdienst sprechen, aber auch Grundeinsichten der Reformation (Augsburger Bekenntnis, Großer und Kleiner Katechismus) und der evangelischen Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus (Barmer theologische Erklärung 1934).
  • Synode: Das „Parlament“ der Evangelischen Kirche in Österreich, zusammengesetzt aus Theolog*innen und sog. Laien – beschließt die Gesetze, den Haushalt und auch theologische und geistliche Grundlinien für unsere Kirche.
  • Abendmahl (Christusmahl): Am Abend vor seinem Sterben feierte Jesus mit seinen Jüngern das Pessahmahl, die Erinnerung des Volkes Israel an die Befreiung aus Ägypten. Jesus deutete dabei Brot und den Weinkelch auf sein Sterben und beauftragte die Jünger, in Erinnerung an ihn immer wieder dieses Mahl zu feiern („Einsetzungsworte“). Christen und Christinnen glauben, dass der auferstandene Jesus in der Feier des Abendmahles und in der Gemeinschaft gegenwärtig ist. Grundsätzlich sind alle Getauften dazu eingeladen, das gilt selbstverständlich auch für Kinder jeden Alters („kinderoffenes Abendmahl“), Menschen aus anderen christlichen Kirchen („ökumenische Gastfreundschaft“) und Ausgetretene. Auch jemand, der nicht getauft ist, wird nicht weggeschickt. Alle bekommen eine Hostie/Oblate und einen Schluck Wein bzw. Traubensaft.
  • Ökumene und interreligiöser Dialog: Ökumene ist das Zusammenwirken der verschiedenen christlichen Kirchen, wenn auch andere Religionen wie der Islam, das Judentum oder der Buddhismus beteiligt sind, spricht man von inter- bzw. multireligiös.
  • Diakonie: Bedeutet Dienst am Nächsten, die tätige Nächstenliebe der einzelnen Christen und Christinnen, der Gemeinde und der kirchlichen und diakonischen Einrichtungen.

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