Sonntagsgruß zum 14. Mai 2023

[12.05.2023]

Sonntag Rogate

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

„Was bedeutet Beten für dich?“ – so fragt mich der heutige Sonntag des Gebets! Beten meint das Sprechen, das in Verbindung-Stehen mit Gott. Beten kann sehr vielfältig und verschieden sein.

Dazu gehört das Danken, ja Gott loben dafür, was er mir alles schenkt, wie er mich mit seinem Segen, seiner Liebe begleitet. Dazu gehört auch die Klage, das Fragen nach dem Warum – gerade ich schwierigen Zeiten, wenn ich scheitere, wenn mir etwas genommen wird.

Natürlich ist Beten auch Bitten – für mich selbst und für andere Menschen, die mir wichtig sind, mit denen ich mein Leben, meinen Alltag teile. Und genauso für Menschen, die ich gar nicht persönlich kenne, aber um deren Not und Leid ich weiß.

Ein Gebet kann lang und innig sein, aber manchmal auch nur ganz kurz. Beten kann ich an jedem Ort und auch während ich spazieren gehe, Fahrrad fahre, koche oder einer Tätigkeit nachgehe.

Auch wenn ich oft zwischendrin im Alltag Gott einen Gedanken, einen Dank oder eine Bitte schicke, so tut es mir gut, mir Zeiten zum Beten „frei“ zu nehmen – allein oder gemeinsam mit anderen. Und eben auch im Gottesdienst.

Jesus selbst macht mir Mut, durchaus auch unverschämt, ehrlich und offen zu beten und zu bitten – so lese ich es im Lukasevangelium (Lk. 11,9): „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

Hinter dieser Aufforderung steckt ein festes und zugleich kindliches Vertrauen. Denn Kinder sind zutiefst überzeugt, ihre Eltern sind für sie da, wollen ihnen nur Gutes, erfüllen ihre Wünsche und Bitten. Wenn ein kleines Baby schreit, werden es die Eltern natürlich stillen, füttern, Windel wechseln, hoppern… Und sie kümmern sich ebenso liebevoll um die größer werdenden Kinder.

Natürlich werden und können nicht alle Wünsche erfüllt werden, es braucht auch Grenzen und das Schützen vor Gefahren. Doch zugleich weiß das Kind, letztlich wollen meine Eltern das Beste für mich.

So ist es auch im Bezug auf Gott, wenn ich mit meinen Anliegen zu ihm komme. Ich vertraue: Gott meint es gut mit mir, er liebt mich, er ist für mich da. Deshalb kann ich auch ungeniert mit allem zu ihm kommen, ihn bitten.

Doch ich weiß auch, nicht alle meine Wünsche werden erfüllt werden – bei manchen ist es Gott sei Dank so. Immer wieder kommt es ganz anders als ich es erhofft habe – und im Nachhinein bin ich froh, dass es so geworden ist.

Aber ich darf dennoch bitten, suchen und anklopfen – und immer wieder die Erfahrung machen, wie viel ich geschenkt bekomme, welches Glück, welche Liebe ich finde, welche Türen sich mir auftun.

So mache ich euch Mut, voller Vertrauen mit all euren Anliegen zu Gott zu kommen!

Euer Pfarrer Peter Gabriel

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