Sonntagsgruß zum 24. September 2023


[22.09.2023]

Erntedankfest

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Peter Gabriel

Noch ganz erfüllt bin ich vom Gemeindefest mit der Feier meines 60. Geburtstages am vergangenen Sonntag! So viele vertraute und liebevolle Menschen, musikalische Beiträge und wohl tuende Worte, dazu Geschenke und einfach die gelöste, fröhliche Atmosphäre bei gutem Essen und exzellenten Kuchen und Torten! Ich bin so reich beschenkt worden und sehr, sehr dankbar, dass ich nun schon seit 17 Jahren in unserer Gemeinde mit und für die Menschen hier wirken darf!

Da passt für mich das biblische Wort zum Erntedankfest aus Psalm 145 (V.15): „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Am Übergang vom Sommer zum Herbst werde ich angeleitet, auf die Früchte des vergangenen Jahres zu schauen. Dabei geht es nicht nur um Essen und Trinken, um das Geld, das ich verdiene, sondern auch: Was ist mir gelungen in den vergangenen Monaten, wo konnte ich einem anderen Menschen eine Freude bereiten oder ihn trösten. Was haben andere Menschen mir geschenkt oder mich mit ihrer Fröhlichkeit, ihrer Zeit bereichert. Und auch: Wo konnte ich meine Gaben, meinen Reichtum mit jemand anderem teilen.

Ja, Erntedank hat auch etwas mit Gerechtigkeit und Teilen zu tun. Ich darf in einem Teil der Welt und zu einer Zeit leben, wo an Nahrungsmitteln kein Mangel herrscht, sondern der Großteil der Menschen in einem gewissen Wohlstand lebt. Aber Erntedank erinnert mich daran: obwohl es ausreichend Lebensmittel für alle gibt, haben viele Menschen auf der Erde nicht genug zu Essen und zu Trinken, kein Dach über dem Kopf, keine Heimat, keine Familie, haben zu wenig erleben dürfen, ich bin respektiert, ja ich werde geliebt.

Das Psalmwort macht mir wieder deutlich, es ist nicht selbstverständlich, dass es mir gut geht, sondern es ist auch Gottes Geschenk, Gottes Gabe! Auch in meinem Wohlstand will ich immer wieder vertrauensvoll auf Gott und seine Geschenke warten und darum bitten. Das hilft mir, mein Glück nicht als selbstverständlich hinzunehmen, und nicht zu jammern, wenn mir etwas versagt wird und es mal nicht so läuft, wie ich mir das wünsche.

Das Ausgerichtet-Sein auf Gott motiviert mich darüber hinaus, Not um mich herum wahrzunehmen, zu helfen, zu teilen und mich für eine gerechtere Verteilung auf dieser Welt einzusetzen. „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“ Danke guter Gott, dass du für mich sorgst!

Euer Pfarrer Peter Gabriel

… zum weiterlesen …

Gedanken

Momo

[07.07.2026] Buchtipp: „Momo“ von Michael Ende (deutscher Schriftsteller, 1929–1995) Bei unserer Redaktionssitzung zum Thema „Zeit für mehr“ ist mir sofort das Buch „Momo“ von Michael Ende in den Sinn gekommen. Ich habe es als 14-Jährige […]

Allgemein

Sonntagsgruß zum 5. Juli 2026

[03.07.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,24) – so heißt es im Spruch für den Monat Juli. Im […]

DaLeTe

Hinter den Kulissen

[02.07.2026] Neues aus „DaLeTe“ Was geschieht bisher im ökumenischen Bereich? Welche Anfragen treffen auf DALETE? Das Freiwilligenprojekt DALETE („DAs LEben TEilen“) ist nun seit Jänner 2026 durch ein ökumenisches Team getragen und derzeit bewegt sich […]

solidarisch

Menschen mit dem Nötigsten versorgen

[01.07.2026] Diakonie Partner haben vor Ort erste Nothilfe gestartet Diakonie-Partner haben nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela am 24. Juni erste Nothilfemaßnahmen eingeleitet. Die Beben hatten im ganzen Land, insbesondere in der Hauptstadt Caracas, […]

Gedanken

Die Fülle in der Leere

[01.07.2026] Ich sitze aufrecht auf meinem Stuhl und fühle das weiche, kühle Leder unterhalb meiner Oberschenkel und am Rücken. Die Füße stehen fest am Boden. Mein Fokus wandert zu meinem Atem, der langsam und tief […]

Gedanken

Superkompensation

[30.06.2026] Superkompensation – Eine Erkenntnis aus dem Sport, die auch für andere Lebensbereiche wertvoll sein kann In unserer Leistungsgesellschaft sind oft diejenigen Menschen am angesehensten, die ständig arbeiten, jederzeit ab- (und in Handyzeiten an-)rufbar sind, […]