Sonntagsgruß zum 17. Dezember 2023

[15.12.2023]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Herzlich grüßen wir euch zum 3. Adventssonntag mit Worten des Propheten Jesaja: „Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.“ (Jesaja 40,3.10)

Advent ist immer eine doppelte Bewegung! Es geht darum, dass wir uns vorbereiten und einstellen darauf, dass Gott kommt, zu uns, in unser Leben. Und zugleich steht die Adventszeit für die Gewissheit: Er kommt auf jeden Fall – mit seiner Liebe verändert er die Welt, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Dem Wochenspruch widmet sich auch der machstehende Sonntagsgruß.

Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel

3. Advent

Peter Pröglhöf, Hofrat Mag.

Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Seit einiger Zeit verkrafte ich es nicht mehr, jeden Tag die Nachrichtensendungen im Fernsehen anzusehen. Dieses Übermaß an Meldungen von Gewalt, Kriegen und Katastrophen halte ich nur mehr in größeren Abständen aus. Ich denke mir: Einerseits ist das schlimm für jemanden, der ein aufmerksamer Zeitgenosse sein möchte. Andererseits weiß ich, dass es nicht nur mir so geht.

Und da lese ich – an so einem fernsehlosen Abend – den Wochenspruch für den 3. Advent:

„Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.“ (Jesaja 40,3.10)

Eigentlich steht da im Urtext: Er kommt „mit Gewalt“. Und das hebräische „mit Gewalt“ wird z.B. genauso von einem König gesagt, der die Israeliten unterdrückt hat und dessen militärische Brutalität mit „neunhundert eisernen Wagen“ illustriert wird (Richter 4,3).

Gott – ein Gewaltherrscher?

So sehr die irdischen Gewaltherrscher jahrtausendelang Gott vor ihren Karren gespannt und den christlichen Glauben für ihre eigenen Interessen missbraucht haben, so unbiblisch und falsch ist eine solche Vorstellung. Schon die nächsten Verse aus dem Jesajabuch sprechen von Gott als dem Hirten, der seine Herde weidet und die Lämmer im Bausch seines Gewandes trägt – ein geradezu zärtliches Bild!

Gottes Gewalt ist sein liebevolles Walten. Die Kraft, mit der er etwas bewirkt, ist die Barmherzigkeit. Am ersten Advent haben wir es gesungen, das Lied von dem König, der ohne Heere und ohne Speere herrscht mit der Macht der Liebe (EG 14).

Wir können Begriffe wie Gewalt, Herrschaft usw. nicht einfach abschaffen. Aber wir können sie neu füllen. Gottes Gewalt ist seine die Herzen gewinnende Liebe. Gottes Herrschaft ist seine mütterliche Barmherzigkeit. So ist es unsere Aufgabe, die alten Gewalt- und Herrschaftsbilder in Frage zu stellen und vom Thron zu stürzen.

Ein Weg dazu ist die Sprache der Musik, denn sie erreicht unsere Herzen.

Am 3. Adventsonntag ist mit dem Kantatengottesdienst dazu wieder Gelegenheit.

Peter Pröglhöf

… zum weiterlesen …

Allgemein

Sonntagsgruß zum 5. Juli 2026

[03.07.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,24) – so heißt es im Spruch für den Monat Juli. Im […]

DaLeTe

Hinter den Kulissen

[02.07.2026] Neues aus „DaLeTe“ Was geschieht bisher im ökumenischen Bereich? Welche Anfragen treffen auf DALETE? Das Freiwilligenprojekt DALETE („DAs LEben TEilen“) ist nun seit Jänner 2026 durch ein ökumenisches Team getragen und derzeit bewegt sich […]

solidarisch

Menschen mit dem Nötigsten versorgen

[01.07.2026] Diakonie Partner haben vor Ort erste Nothilfe gestartet Diakonie-Partner haben nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela am 24. Juni erste Nothilfemaßnahmen eingeleitet. Die Beben hatten im ganzen Land, insbesondere in der Hauptstadt Caracas, […]

Gedanken

Die Fülle in der Leere

[01.07.2026] Ich sitze aufrecht auf meinem Stuhl und fühle das weiche, kühle Leder unterhalb meiner Oberschenkel und am Rücken. Die Füße stehen fest am Boden. Mein Fokus wandert zu meinem Atem, der langsam und tief […]

Gedanken

Superkompensation

[30.06.2026] Superkompensation – Eine Erkenntnis aus dem Sport, die auch für andere Lebensbereiche wertvoll sein kann In unserer Leistungsgesellschaft sind oft diejenigen Menschen am angesehensten, die ständig arbeiten, jederzeit ab- (und in Handyzeiten an-)rufbar sind, […]

Hauskirche

Sonntagsgruß zum 28. Juni 2026

[26.06.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2) – so schreibt Paulus an die christliche Gemeinde in Galatien. Wie sollen wir als […]