Christrosen als Weihnachtsboten

[23.12.2024]

Bild: Kerstin Dupont In: Pfarrbriefservice.de

Es ist ein Ros´ entsprungen …

Ob diese erste Strophe des 450 Jahre alten Lied-Klassikers nicht von einer Christrose inspiriert wurde? Ich meine: Es spricht einiges dafür! Eine eigenartige Pflanze, die im Lauf der Jahreszeiten so völlig aus dem Rahmen fällt und sich einfach nicht an den gewöhnlichen Rhythmus hält. Ausgerechnet in der frostig-kalten Jahreszeit, also genau da, wo in der freien Natur sonst nichts treibt und wächst, geschweige denn blüht, ausgerechnet „mitten im kalten Winter“, streckt dieses eigenartige Lebewesen seine weißen Blütenköpfe aus der Erde. Ist schon ein bisschen wagemutig, oder? In einer lebensfeindlichen Umwelt, zwischen totem Laub und manchmal durch den Schnee hindurch, trotzt die Christrose den Umgebungsbedingungen. Sie leistet Widerstand gegen Kälte und Tod. Wo nichts zu hoffen ist, überrascht und erfreut sie uns Menschen.

Ist das nicht ein schönes, ich will fast sagen modernes Bild für die Weihnachtsbotschaft? Das feiert die Christenheit seit gut 2000 Jahren, obwohl wir es in Wahrheit nicht zur Gänze begreifen können: Wie die Christrose, so ist Gott selbst durch Jesus Christus unerwartet in unserer kalten Welt erschienen. Einen Retter, einen Messias, der wurde zwar erwartet – der hebräische Teil der Bibel hatte diese Hoffnung ausführlich geweckt (bspw. Jesaja 11). Doch dass Gott sich selbst menschliche Gestalt verschafft, um diese Aufgabe zu übernehmen, das war schon eigenartig. Und dann auch noch als schutzloses Menschenkind, wie wagemutig, außergewöhnlich! Gott taucht auf, wie und wo keiner mit ihm rechnet. Er kommt wohl selten gewaltig und mit großem Getöse. Vielmehr erscheint er „mitten im kalten Winter“ und blüht da auf, wo nichts mehr zu hoffen war. Vielleicht sogar gerade in den uns lebensfeindlich scheinenden Umgebungsbedingungen?

Das Weihnachtsgeschehen kann für Außergewöhnliches sensibilisieren, genauso wie Christrosen.

… meint jedenfalls, Pfarrer Jens-Daniel Mauer

… zum weiterlesen …

Kultur

TOC TOC: Ab 6. November!

[17.10.2026] SECHS PATIENTEN. EIN WARTEZIMMER. NULL CHANCE AUF NORMAL. Sie haben alle dasselbe Problem: Das Leben. Und das in allen Facetten. Was als kurzer Zwischenstopp beim bekannten Psychiater beginnt, wird zum turbulenten Ausnahmezustand. Berührend. Absurd. […]

Gedanken

Vier Briefe an die Zeugen meiner Kindheit

[13.10.1026] Lesung: „Vier Briefe an die Zeugen meiner Kindheit“ Lesung mit Eva Spambalg-Berend, Salzburg Dienstag, 17. November 2026 · 19.00 Uhr Keltenmuseum Hallein** Ein berührendes Zeugnis über die Zeit der Shoa Erst 60 Jahre nach […]

Kultur

19:19 im Oktober 2026

[12.10.2026 Update 13.10.2026] Auch das kommende neunzehn.neunzehn am 19. Oktober wird von einem Ensemble gestaltet, das in unserer Reihe erstmals auftritt: Das Trio Noria: Clemens Böck, Violine Hana Hubmer, Viola Sebastian Bertoncelj, Violoncello Unter dem […]

Hauskirche

Sonntagsgruß zum 11. Oktober 2026

[09.10.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Epheser 4,24) – so lautet der Kernsatz des Predigttextes dieses Sonntags. Für den […]