Sonntagsgruß zum 10. November 2024

[08.11.2024]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Am Sonntag begeht die Evangelische Kirche einen besonderen Tag: Am 10. November 1483 (also vor 541 Jahren) wurde Martin Luder, der seinen Nachnamen später in Luther änderte, in Eisleben geboren und am folgenden Tag, 11. November, in der Petri-Pauli-Kirche getauft – er erhielt wie damals üblich den Vornamen des Tagesheiligen, Martin von Tours. Martin Luther war ein Mensch wie wir auch, aber in seinem Ringen mit Gott, seinem Gottvertrauen und seiner Verwurzelung in der Heiligen Schrift kann er mir ein Vorbild für meinen Glauben sein. Wie Luther will ich darauf vertrauen, dass Gott mich wunderbar erschaffen hat, mich bei meinem Namen ruft und kennt, ich zu ihm gehöre und sein Kind bin (Jesaja 43,1).

Der nachstehende Sonntagsgruß bedenkt den Wochenspruch aus der Bergpredigt Jesu: Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen (Mt 5,9). Auch im Gottdienst erfahren wir die Verheißung vom Frieden Gottes und werden ermuntert, dem anderen in friedlicher Weise zu begegnen.

Sehr pointiert beschreibt Kurt Marti in einem Gedicht, wie Friede möglich werden kann:

Wir schielen nach Christus hier und Erfolgen dort.
Wir schielen nach Christus hier und dem Mammon dort.
Wir schielen nach Christus hier und den Waffen dort.
Hilf, Höchster, und heil‘ uns Herz und Schielaug zugleich.
Komm, richte allein nur auf Christus unseren Blick.
Erwecke den Mut uns zu Wagnis und Verzicht, dass Friede aufblühen kann in heiliger Kraft.

In diese Bitte stimmen wir ein und wünschen euch ein friedvolles, gesegnetes Wochenende!

Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel


Sonntagsgruß für den Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres

Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Peter Pröglhöf, Hofrat Mag.

Der Wochenspruch für diesen Sonntag trifft uns angesichts der aktuellen Lage auf unserer Welt wohl alle mitten ins Herz: „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (aus der Bergpredigt Jesu, Matthäus 5,9)

Über so lange Zeit schon werden wir erschüttert von den grauenvollen Bildern der Kriege. Über viele davon wird ja gar nicht berichtet, aber die, die ständig präsent sind, prägen fast jede Nachrichtensendung. Mehr als 2 ½ Jahre tobt das Blutvergießen in der Ukraine – und was kommt dabei heraus? Wird es mehr sein als eine traumatisierte Generation, verwüstete Städte, zerstörtes Ackerland und ungezähltes Leid von Verwundeten und trauernden Hinterbliebenen?

Und die Kriege, die Israel und terroristische Palästinenserorganisationen an mehreren Fronten führen? Kann es denn jemals Frieden geben auf der Grundlage von aufgestautem Hass und Wut über angerichtetes Leid und die Zerstörungen? Nein, die Waffen waren noch nie das Mittel, das zum Frieden geführt hat, und sie werden es auch nie sein.

Das Schlimme ist nur, dass die Ablehnung des Krieges neuerdings von denjenigen missbraucht und vereinnahmt wird, die die Grundlagen der liberalen Demokratie aushöhlen. Ihnen muss man mit Jesus entgegnen: Auch der Rückzug in „Das eigene Land zuerst!“ – Parolen wird nicht zum Frieden führen. Sondern Frieden ist Arbeit, mühsame Arbeit. Jesus preist darum diejenigen selig, die Frieden STIFTEN, im Griechischen ist das noch ein bisschen deutlicher: die „Friedensmacher“, müsste man wörtlich übersetzen.

Ich lese gerade ein Buch über einen Palästinenser und einen Israeli, die beide ihre Töchter verloren haben, weil sie von der jeweils anderen Seite ermordet wurden. Nach Jahren des Hasses haben sie begriffen, dass nur Versöhnung den Frieden bringen kann. Unermüdlich sind sie nun gemeinsam unterwegs, um zur Versöhnung aufzurufen.

Friede ist Arbeit. Und wir alle können – zumindest in unserem persönlichen Umfeld – zu Friedensmachern werden. Und dann werden wir mit Recht Gottes Kinder heißen.

Peter Pröglhöf

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