Meine Hoffnungen für das Neue Jahr

[27.12.2020]

Da ist sie also wieder, diese Zeit, wenn das alte Jahr zu Ende geht und man darüber nachzudenken beginnt, was es denn so gebracht hat und was man sich vom Neuen Jahr erhofft. Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches: Beinahe alles, was wir als „normal“ empfunden haben, lief plötzlich gar nicht mehr, nur eingeschränkt oder auch völlig neu und anders.

Ich denke, insgesamt haben wir gelernt uns anzupassen, manche Dinge nicht zu ernst zu nehmen und vor allem offen zu sein für alternative Lösungen.
Corona hat wohl auch geholfen, unseren Blick dafür zu schärfen, was im Leben wirklich wichtig ist und vor allem auch was eben nicht.

Was wird das Jahr 2021 wohl für uns bereit halten? Was erhoffen wir uns? Eine Entspannung der Corona-Situation, eine gute Lösung für die schlimmsten Konfliktherde der Weltpolitik, vernunftgesteuerte und umsichtige Politiker an den Spitzen der einzelnen Länder, die erfolgreiche Bekämpfung von Hunger und Krankheiten und Frieden… diese Hoffnungen teilen so viele Menschen und doch scheint es manchmal hoffnungslos…..und trotzdem oder gerade deshalb darf man nie aufhören zu hoffen.

Ganz persönlich waren die letzten 1,5 Jahre für mich geprägt von einem kompletten, wenn auch unfreiwilligen Umbruch. Kein Stein blieb auf dem anderen und alles schien plötzlich zusammenzubrechen. Aber auch hier hat sich gezeigt, dass aus allem etwas Gutes entstehen kann, wenn man die Hoffnung nicht aufgibt und darauf vertraut, dass Gott es gut mit uns meint. Dass sich in den schlimmsten Lebenskrisen die wirklichen Freunde zeigen, die unerschütterlich zu einem halten und jeden noch so steinigen Weg mit einem zusammen zu gehen bereit sind und dass man aus Krisen, wenn man das Ärgste überstanden hat, durchaus gestärkt hervorgehen kann.

In diesem Sinn erhoffe ich mir für 2021 vor allem eines: dass wir den Blick auf die positiven Dinge zu lenken vermögen und die negativen Dinge mit Mut, Zuversicht und Gottvertrauen meistern können. Und ich wünsche mir, dass wir gesund bleiben… körperlich wie seelisch, aber auch als Gesellschaft und uns umeinander sorgen und einander Halt geben.

Martina Höfner

Quelle: epd/Uschmann

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