Corona und meine Aha‘s

[03.10.2021]

Sind wir schon nach oder noch mitten in der Pandemie? Wie wird oder soll es weitergehen? Möglichst schnell alles wieder genauso wie vorher? Oder ist die Krise der Pandemie auch eine Chance, etwas zu verändern? Kann ich bewusster leben, meinen Alltag anders gestalten?

Ich habe Menschen aus unserer Gemeinde nach ihren Aha-Erlebnissen in der Corona-Zeit gefragt. Hier einige Antworten:

  • Beeindruckt und beschämt war ich von der Stille ohne Autoverkehr und einem über lange Zeit blitzblauen Himmel. Was tun wir uns und unserer Umwelt an? Einem leeren Salzburg und danach der Ruach* der Kaufleute. Erschreckt hat mich meine Angst jemanden – vor allem meine Mutter – anzustecken.
    (*Ruach = bayrischer Ausdruck für Gier)
    Esther 
  • Wie komisch es war mit dem ersten Lockdown: plötzlich niemand mehr mit Handschlag zu begrüßen. Alternative Begegnungsrituale waren gefragt. Ich habe den bewussten Blick in die Augen meines Gegenübers neu schätzen gelernt. Das will ich beibehalten!
    Jens-Daniel
  • Für mich war die Ruhe, das zur-Ruhe-Kommen und Abschalten-Können besonders in der ersten Lockdown-Zeit sehr angenehm. Ich habe neu entdeckt, wie wunderschön unsere Heimat ist und viele neue Wege erkundet. Auch bin ich dankbar, dass ich und meine Familie keine finanziellen Sorgen hatten. Gefehlt haben mir aber die Umarmungen mit lieben Menschen. Ich war froh, dass endlich Zeit war, aufzuräumen und auszusortieren.
    Romana, Inge, Marietta
  • Für mich war es super, dass ich viel mehr Zeit mit meiner Familie verbringen konnte. Auch hatte ich mehr Zeit für Sport und Freizeitaktivitäten, auch weil die lange Fahrzeit zur Schule weggefallen ist.
    Für mich war es auch eine Zeit, mich mit mir selber auseinander zu setzen und mich selbst zu finden. Ich bin mir neu klar geworden, was ich eigentlich will.
    Jugendmitarbeiter*innen

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