Sonntagsgruß zum 21. Jänner 2024

[19.01.2024]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Herzlich grüßen wir euch mit dem Wochenspruch zum 3. Sonntag in der Epiphaniaszeit (Lukas 13,29): „Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“

Diese Verheißung prägt schon die Botschaft der Propheten im 1.Testament, sie aktualisiert sich im Reden und Leben des Jesus von Nazareth und sie ist bis heute aktuell und vermittelt Hoffnung! Alle Menschen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Geschlechtes, egal welchen Glaubens – alle werden sich zusammentun, gemeinsam auf Gott vertrauen und miteinander in Frieden leben.

Wenn wir an diesem Wochen mit unseren römisch-katholischen Glaubensgeschwistern gemeinsam Gottesdienst feiern, ist das schon ein Vorgeschmack auf dieses Vereint-Sein am Tisch des Herrn.

Vom Motto der Ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christ*innen handelt der nachstehende Sonntagsgruß!

Passend zum Wochenspruch gibt es ein Lied jüngeren Datums von John Oxenham (EG.E 13):
„In Christus gilt nicht Ost noch West, es gilt nicht Süd noch Nord,
denn Christus macht uns alle eins in jedem Land und Ort.
In Christus findet unser Herz, was wahre Einheit bringt:
Er ist es, der das goldne Band der Liebe um uns schlingt.
So reicht einander eure Hand, uns trennt kein Unterschied.
Wer immer unserm Vater dient, ist der Familie Glied.
In Christus trifft sich Ost und West, es trifft sich Süd und Nord.
Wir wissen uns in Christus eins, gegründet auf sein Wort. “

Wir wünschen euch in unseren Gottesdiensten, in unserer Gemeinde, in eurem alltäglichen Leben dieses Verbunden-Sein mit anderen über alle Unterschiede hinweg!

Gott helfe und beflügele uns dazu mit seiner Liebe und seinem Segen!
Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel

Gruß zum 3. Sonntag nach Epiphanias, 21. Jänner 2023

„Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jesaja 1,17) – so lautet das Thema der heurigen ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen.

Peter Gabriel

Vertreter*innen christlicher Kirchen aus Minnesota (USA), die immer noch an Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Menschen verschiedener Hautfarbe leiden, haben es ausgewählt und wir werden es in den ökumenischen Gottesdiensten in Oberalm, Kuchl, Abtenau und Rif bedenken.

Jesaja fordert die Menschen des Volkes Israel vor ca. 2.500 Jahren und auch uns heute auf, uns abzuwenden von einem Handeln sowie einem Lebensstil, der das Recht der Armen beugt, der zwar manchen Privilegien sichert, aber andere in die Armut treibt, der Menschen auf Grund von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung bzw. Identität ungleich behandelt.

Jesaja fordert uns klar auf: Kehrt um! Tut Buße! Reinigt euch!

  • Das beginnt damit, dass ich erkenne, wo ich etwas falsch gemacht, einen anderen Menschen missachtet oder verletzt habe, aber auch, wo in einer Gruppe, einer Organisation etwas nicht richtig läuft.
  • Der zweite Schritt ist dann, dass ich mich (bzw. wir als Gruppe) bewusst entscheide, aufzuhören, Böses zu tun. Das fängt in meinem Denken an, das ich Vorurteile hinterfrage, die ich gegen einen konkreten Menschen oder eine Gruppe hege. Vorurteile, die mir vielleicht anerzogen sind oder die man halt so hat. Jesus gibt in der Bergpredigt und in seinen Erzählungen vielerlei Hinweise und Beispiele, wie ich im Sinne Gottes mit meinen Mitmenschen umgehen kann.
  • Im dritten Schritt geht es darum, Lernorte zu schaffen, wo christliches Verhalten, das den anderen achtet und respektiert, eingeübt werden kann. Denn: Denken, Reden, Handeln und Leben nach Gottes Willen fällt nicht vom Himmel, sondern muss und kann erlernt und eingeübt werden.

Gott gibt mir und uns die Kraft dazu und motiviert uns, weil er mir in Liebe begegnet und mich annimmt. Das gibt mir Kraft und ermöglicht mir, mich zu verändern. Der erste Lernort ist natürlich das Elternhaus, dann die Schule. In besonderer Weise ist es für mich jedoch die christliche Gemeinde. Denn hier kommen ja Menschen zusammen, die von Gott ergriffen sind und im Vertrauen auf ihn leben wollen. So können wir uns gegenseitig unterstützen und Mut machen sowie gemeinsam überlegen, wie ein Leben aussieht, das dem Willen Gottes entspricht. Und das auch in ökumenischer Verbundenheit mit Glaubensgeschwistern aus anderen Kirchen.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!
Euer Pfarrer Peter Gabriel