Meine persönliche Reformation (Buchtipp)

[2017-04-27]

„Meine persönliche Reformation“ – Warum ich konvertiert bin. 
Evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer erzählen

(Bild: http://www.styriabooks.at)

Wien (epdÖ) – Keine Generalabrechnung mit der Römisch-katholischen Kirche, aber Glaubens- und Lebensgeschichten, die irgendwann zum Wechsel der Konfession geführt haben, schildert das kürzlich erschienene Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“, herausgegeben von Matthias Geist und Maria Katharina Moser. Darin erzählen evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer, was sie bewogen hat, von der Römisch-katholischen zur Evangelischen Kirche zu konvertieren.

Am 19. April wurde das Buch in der Wiener Buchhandlung Herder offiziell vorgestellt.

„Was ich spannend finde, ist, dass in den Texten der acht Autorinnen und Autoren keine Ablehnung der Römisch-katholischen Kirche spürbar ist“, erklärte Bischof Michael Bünker, der die Einleitung zu dem Buch geschrieben hat. Vielmehr käme darin einfach zum Ausdruck, dass Menschen ihre Religion heute frei wählen, dies sei ein neues Phänomen. Für die Evangelischen Kirchen seien die konvertierten Pfarrerinnen und Pfarrer jedenfalls „ein Benefit“, weil sie „religiös mehrsprachig“ seien und nicht nur die Sprache der eigenen Konfession kennen würden. „So eine Mehrsprachigkeit wird immer wichtiger für das Zusammenleben der Religionen“, so der Bischof. Die Menschen in dem Buch würden auch zeigen, dass die Vorstellung, es ginge der Gesellschaft besser, wenn wir nur unter uns blieben, so nicht aufrechtzuerhalten sei.

„Beim Lesen des Buches war es für mich sehr spannend, die Glaubensgeschichten der Pfarrerinnen und Pfarrer mitzuerleben. Und was mich überrascht hat: Das Buch ist keine Generalabrechnung mit der Römisch-katholischen Kirche“, sagte Friederike Dostal, Leiterin des Referats für Erwachsenenkatechumenat der Erzdiözese Wien. „Mir ist es wichtig, dass jede und jeder ihren bzw. seinen Zugang zu Christus findet.“ Für Dostal gehört „Evanglisch-Sein einfach dazu“. Bereits in der Schulzeit habe sie Kontakt zu Evangelischen gehabt, insbesondere durch den evangelischen Religionslehrer an ihrer Schule. „Es gibt jedenfalls mehr, das uns verbindet, als das uns trennt. Und Christ sein kann man auf viele Weisen.“

Im anschließenden Gespräch mit den anwesenden Autorinnen und Autoren war spürbar, dass das Verfassen der eigenen religiösen Biographie für diese spannend und aufschlussreich war. Die vorgetragenen Ausschnitte aus dem Buch präsentierten unterschiedliche Wege in die Evangelische Kirche.

Die Herausgeber

  • Maria Katharina Moser, geboren 1974, studierte zunächst katholische Theologie in Wien und interkulturelle Frauenforschung in Manila, war in der katholischen Jugendarbeit und Erwachsenbildung sowie an der Universität und sieben Jahre lang in der Religionsabteilung des ORF tätig, bis sie sich entschied, zu konvertieren und evangelische Pfarrerin zu werden.
  • Matthias Geist, geboren 1969, Studium der Mathematik und Evangelischen Theologie. Gefängnisseelsorger in den Wiener Justizanstalten und Lehrbeauftragter an der Strafvollzugsakademie.

 Das Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“ (Styria Verlag 2017 ISBN: 978-3-222-13556-9, Seiten: 192, Einband: Hardcover mit SU, Format: 13,5 x 21,5 cm)  ist um € 19,90 online auf der Evang. Kirchenhomepage unter www.evang.at  beziehbar; sowie über den Evangelischen Presseverband (Tel. 01 712 54 61) oder im Buchhandel erhältlich.

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